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Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Belin
Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg/VBB
Bezrik Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin
Bezirk Tempelhof-Schöneberg, Berlin
Greenwheels GmbH, Berlin


- P R E S S E M I T T E I L U N G -

Berlin, 3. April 2006

Berlin übernimmt Vorreiterrolle –
Pilotprojekt ´CarSharing im öffentlichen Straßenland` läuft an

Das Land Berlin, die Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg und Tempelhof-Schöneberg sowie die Greenwheels AG starten ein bundesweit einzigartiges Pilotprojekt im Verkehrsbereich. Ab Mitte April werden in beiden genannten Bezirken 21 neue CarSharing-Stationen erstmalig an öffentlichem Straßenland eingerichtet. Grundlage dazu ist das Berliner Straßengesetz. Das entsprechende Genehmigungsverfahren in Form von Teileinziehungen wurde vor wenigen Tagen
  abgeschlossen.
Waren Betreiber wie die Berliner Greenwheels AG (ehemals stattauto) bisher darauf angewiesen, Stellplätze von privaten Vermietern oft in dafür eher ungeeigneten Lagen anzumieten, so können CarSharing-Fahrzeuge nun direkt im öffentlichen Straßenverkehrsraum platziert werden, also z. B. mitten in Wohngebieten in der Nähe der CarSharing-Nutzer oder in der Nähe von Haltestellen des ÖPNV.

„Das Land Berlin hat sich mit seinem Stadtentwicklungsplan Verkehr 2010 darauf festgelegt, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Mobilitätsformen zu unterstützen“, so Ingeborg Junge-Reyer (SPD), Senatorin für Stadtentwicklung. „Mit der bundesweit beispiellosen Öffnung des öffentlichen Straßenlandes für CarSharing-Fahrzeuge beschreiten wir diesen Weg konsequent. Wir kommen damit erstmalig einer Forderung nach, die alle CarSharing-Anbieter bundesweit bereits seit langen Jahren erheben. War Berlin Ort des ersten CarSharing-Angebotes überhaupt, so schließen wir an diese Vorreiterrolle 18 Jahre später mit der Integration des CarSharings in den öffentlichen Personenverkehr erneut an.“

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) ist seit Juni 2005 Kooperationspartner der Greenwheels AG. Seitdem kommen VBB-Abonennten in den Genuss von Sonderkonditionen. „Je mehr CarSharing-Stellplätze in der Stadt vorhanden sind, desto effektiver können die Mobilitätssysteme ÖPNV und CarSharing zusammenwirken“, sagt VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz. „Deswegen freuen wir uns über das Pilotprojekt und hoffen, dass immer mehr Berlinerinnen und Berliner auf ihr Auto verzichten oder es stehen lassen.“ Kooperationen von Verkehrsverbünden und CarSharingunternehmen verändern den Modal Split zu Gunsten des ÖPNV und tragen zu einer höheren Kundenanbindung beitragen. „Das Pilotprojekt stärkt den ÖPNV - und das ist gut so.“

„Unser Unternehmen ist seit kurzem durch die Übernahme der Shell Drive GmbH CarSharing-Marktführer mit Angeboten in 9 Bundesländern“, so Birger Holm, Vorstand der Greenwheels AG. „In Berlin wollen wir dieser Verantwortung gerecht werden durch eine Verdoppelung der Fahrzeugstationen. Diese wird logistisch nur möglich durch das jetzt gestartete Pilotprojekt und die Genehmigung von CarSharing-Standorten im öffentlichen Straßenland. Der Berliner Senat und die beiden Pilot-Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg und Tempelhof-Schöneberg haben durch ihr Engagement beispielhaft verkehrspolitisches Neuland im Interesse der Kunden des ÖPNV und der Stadt Berlin betreten.“

„Die Probleme des häufig nicht mehr fließenden sowie des ruhenden motorisierten Individualverkehrs sind in unserem Bezirk gravierend und haben einen erheblichen negativen Einfluss auf die Lebensqualität der hier beheimateten Menschen“, ergänzt Dr. Franz Schulz (B90/Grüne), Baustadtrat des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg. „Es war für uns deswegen folgerichtig in das Pilotprojekt einzusteigen und damit eine Alternative zum privaten Kfz zu fördern.“

„Wir freuen uns an einem Projekt mitzuwirken, welches uns vor Ort hilft bei der Bewältigung lokaler Verkehrsprobleme und bespielgebend ist für andere Berliner Bezirke“, erklärt Gerhard Lawrentz (CDU), Baustadtrat des Bezirks Tempelhof-Schöneberg. „Wir versprechen uns von zusätzlichen CarSharing-Stationen im Bezirk mehr Umsteiger vom privaten auf das besser ausgelastete CarSharing-Fahrzeug sowie den ÖPNV.“

Ab Mitte April werden in den nächsten Wochen nun die neuen Stationen mit einer Beschilderunversehen, die das Parken ausschließlich für Fahrzeuge von CarSharing-Unternehmen zulässt. Greenwheels wird die Stationen dann Zug um Zug mit seinen Fahrzeugen bestücken und in sein telefonisches und Online-Buchungssystem integrieren (Hotline: 01803 – 332 332; www.greenwheels.de). Sollte sich diese neue, öffentliche Form von CarSharing-Stationen in Friedrichshain-Kreuzberg und Tempelhof-Schöneberg bewähren, haben weitere Bezirke bereits ihr Interesse bekundet.

Verantwortlich:

Frau Damianakis, Pressesprecherin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Frau Dr. Mittag, Pressesprecherin Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
Herr Holm, Vorstand Greenwheels AG

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